Back to Basics

Nicht nur beim Tanzen gilt diese Weisheit, sondern auch in unserem immer komplexer werdenden Leben. Es führt kein Weg daran vorbei, sich mit den ursprünglichen Bedürfnissen unseres Körpers, auseinanderzusetzen.

Letztens habe ich einen Podcasts gehört, der mich zu diesem Beitrag inspiriert hat. Es ging um den grossen evolutionären Sprung, den wir Menschen in den letzten Jahrzehnten gemacht haben und dessen Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Seit der Industrialisierung hat der Mensch immer mehr, Dinge vereinfacht und physisch anstrengende Arbeit an Maschinen übergeben. In den letzten Jahrzehnten hat sich die digitale Welt enorm weiterentwickelt und somit muss man sich eigentlich nicht mehr aus dem Haus begeben. Man kann sich alles Mögliche nach Hause liefern lassen und sogar von zu Hause aus arbeiten.

Das klingt doch alles sehr praktisch und bequem, oder nicht?

Natürlich liebe auch ich es, Dinge zu vereinfachen und es mir gemütlich zu machen. Das ist eine wichtige, menschliche Eigenschaft, eine die uns auch bis ins digitale Zeitalter gebracht hat. Wie wir jedoch wissen, hat das alles auch eine Kehrseite und die wichtigste Frage ist:

«Wie wirken sich diese Veränderungen auf unseren Körper und somit unsere Gesundheit aus?»

Wir leben in einer Zeit, in der wir eigentlich die besten Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben haben. Keine Wildtiere vor der Tür, die uns fressen könnten, täglicher Zugang zu Unmengen von Lebensmitteln und Trinkwasser, modernste medizinische Betreuung. Und trotzdem steigt die Zahl von chronischen Erkrankungen weltweit. Wie kann das sein?

Gehen wir dazu mal ein paar Millionen Jahre zurück. Unser Körper, seine inneren Abläufe und Funktionsweisen einzelner Systeme, haben sich über Milliarden von Jahren perfekt an die Natur angepasst. Schaue wir uns mal ein paar davon genauer an:

Tägliche Bewegung

Der Mensch musste sich täglich bewegen, um Nahrung oder Schutz zu suchen. Das hat dazu geführt, dass wir in der Lage sind, stundenlang zu gehen. Einige Körperprozesse haben sich die tägliche Bewegung zu Nutze gemacht. Wie z. Bsp. das Lymphsystem, im Gegensatz zum Blutkreislauf, welcher vom Herzen durch unseren Körper gepumpt wird, hat das Lymphsystem keine eigene «Pumpe». Die Lymphflüssigkeit, wird mit Hilfe von Bewegung, durch unseren Körper gepresst. Das bedeutet, wenn wir uns zu wenig bewegen, staut sich die Lymphflüssigkeit an und für zu gesundheitlichen Problemen.

Tag und Nacht Rhythmus

Viele innere Prozesse, werden vom Tag/Nacht Rhythmus gesteuert. Unser Körper hat bestimmte Aufgaben, welche bei Tag oder bei Nacht erledigt werden. Um zu wissen, ob es Tag oder Nacht ist, nutzt unser Körper den Lichteinfall durch unsere Augen. Wenn morgens die Sonnenstrahlen auf unsere Haut und Augen treffen, startet der Körper mit seinen Tages-Prozessen. Wenn es langsam dämmert und immer weniger «blaues» Licht wahrnehmbar ist, starten die Nacht-Prozesse.

Wenn wir nun bis spät in die Nacht bei hellem Licht arbeiten oder fernsehen, erhält der Körper kein Signal, um die Nachtprozesse zu starten. Das Ganze dauert nicht wie beim Herunterfahren eines Computers nur wenige Sekunden, sondern Stunden. Wenn der Körper diese Zeit nicht hat, stört dies die Nacht-Prozesse und führt zu unruhigem oder wenig erholsamen Schlaf.

Die Süsse Verführung

Ich kenne nur wenige Menschen, die keine süssen Lebensmittel lieben. Woher kommt es, dass unser Körper so auf süsses abfährt. Bevor wir alle möglichen Lebensmittel zu jeder Jahreszeit im Einkaufsladen holen konnten, war der Mensch von den Jahreszeiten abhängig und musste warten, bis die süssen Früchte gewachsen und gereift waren. Dies war im Spätsommer und Herbst der Fall.

Da der Winter mit seiner Nahrungsknappheit vor der Tür stand, war es zum Überleben notwendig Fettreserven aufzubauen. Dies führte dazu, dass wir Unmengen von Süssigkeiten essen können und immer weiter Lust auf noch mehr haben.

Heutzutage haben wir jedoch tagtäglich Zugang zu Süssigkeiten und wir haben auch keine Nahrungsknappheit mehr, weshalb sich diese «Überlebensstrategie» unseres Körpers, in der modernen Welt zu Übergewicht führen kann.

4 Tipps, wie du dir selbst was Gutes tun kannst

  1. Versuche dich möglichst viel zu bewegen. Nimm die Treppe, lass das Auto stehen oder parke weiter weg. Streck dich in alle möglichen Richtungen. Das hilft dir beweglich & aktiv zu bleiben.
  2. Führe einen Morgenspaziergang in deine Morgen-Routine ein. Die Bewegung und das Sonnenlicht sorgen dafür, dass dein Körper seine Tag-Prozesse startet. So kannst du voller Energie in den Tag starten.
  3. Eigne dir die 3-2-1 Abendroutine an.
    3 Stunden, vor dem zu Bett gehen, nichts mehr essen.
    2 Stunden vorher, keine Arbeit oder geistig anregende Aktivitäten mehr.
    1 Stunde vorher, kein blaues Licht mehr (no Screens).
    Dies hilft deinem Körper seine Nacht-Prozesse zu starten und erhöht deine Schlafqualität.
  4. Nichts Süsses auf nüchternen Magen. Versuche süsses immer nach einer ausgewogenen Mahlzeit zu essen und nicht auf nüchternen Magen. Dies verhindert, dass dein Blutzuckerspiegel zu schnell ansteigt und später für einen starken Abfall sorgt, was wiederum zu Heisshunger auf Süsses führt. Zudem versuche immer wieder, einige Tage oder auch mal eine ganze Woche auf Zucker zu verzichten.

Welchen dieser Tipps wirst du als erstes Ausprobieren?

Lass mich gerne wissen, welcher Tipp dir am besten gefällt oder was du bereits in deinen Alltag integriert hast, was dir guttut.

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